Infrarotheizungen vs. Wärmewellenheizungen – Fragen, die man sich vor dem Kauf stellen sollte

Immer mehr Menschen präferieren die Ausstattung des Hauses mit Strahlenheizungen statt konventionelle Heizungen. Dieser Trend hat natürlich auch seine Gründe, da sie viele Vorteile mit sich bringt. Jedoch gibt es auch einige entscheidende Nachteile. Welche Punkte man beachten soll, bevor man sich eine Strahlenheizung anschafft, werden in diesem Artikel erörtert.

Was für Unterschiede gibt es zwischen Infrarotheizungen und Wärmewellenheizungen?

Einige sagen Wärmewellenheizung, andere sprechen von Strahlenheizungen. Es ist aber in jedem Falle die Infrarotheizung gemeint. Physikalisch betrachtet gibt es keine Unterschiede zwischen diesen begrifflichen Abgrenzungen.

Was ist eine Infrarotheizung überhaupt und wie funktioniert sie?

Eine Infrarotheizung ist eine kosteneffiziente Art der Heizmethode.

Bei dieser Variante der Elektroheizung wird durch Infrarotstrahlen, also elektromagnetische Wellen, die angestrahlte Fläche angewärmt. Hier wird also nicht typischerweise die Luft erwärmt. Durch Erwärmung bestimmter Objekte im Raum wird eine angenehme Temperatur erreicht. Mit dieser Heizungsart kann bis zu 50% der Kosten eingespart werden.

Wann oder für wen ist es sinnvoll eine Infrarotheizung zu kaufen?

Infrarotheizung 1000 Watt Heizung Dreh/Thermostatregler ElektroheizungDie erwähnte Einsparung kann nur dann erreicht werden, wenn auch ein guter Dämmzustand des Gebäudes gewährleistet ist. Vor allem dann, wenn wenig Wärme genutzt und gebraucht wird, wie zum Beispiel bei Passivhäusern, ist die Anbringung einer Wärmewellenheizung adäquat. Alternativ kann diese Methode der Heizungsanlage auch für selten genutzte Räume sinnvoll werden, wenn die Anbringung einer Zentralheizung einen zu großen Aufwand darstellt.

Beispielhaft wäre die Ausstattung eines Altbau Hauses mit einer Infrarotheizung nicht zweckmäßig, da aufgrund der schlechten Dämmung viel mehr Strom verbraucht würde als bei einer normalen Heizungsanlage. Dauerhaft wäre eine Infrarotheizung für ein Altbau eine sehr teure Alternative.

Auch wenn trotzdem genaue Kalkulationen erforderlich sind, kann die Anbringung der Infrarotheizung in einem Neubau durchaus sinnvoll werden, vor allem falls der normale Heizkörper viel Aufwand mit sich bringt. Die Installation einer Infrarotheizung ist im Gegenteil sehr einfach gehalten: Sie erfordert nur eine Vernetzung an eine Steckdose.

Besonders bei selten genutzten Immobilien wie bei Ferienhäusern ist diese Heizmethode eine super Lösung. Hier ist auch zu erwähnen, dass aufgrund der angewandten einfachen Technik die Störungsanfälligkeit sehr unwahrscheinlich ist und keine Wartungskosten mit einberechnet werden müssen.

Die Infrarotheizung steht auch als Ausweg für den Schimmel. Denn aufgrund der gleichmäßigen Erwärmung von Wand, Decke und Boden wird ein trockenes Raumklima hergestellt.

Wie sehen die Kosten und der Verbrauch bei Infrarotheizungen aus?

Die Kosten einer Infrarotheizung bestehen aus einmaligen Anschaffungskosten plus den laufenden Heizkosten. Letztere sind hier eher entscheidend. Während die Anschaffungskosten sehr günstig sind, muss man bei den Verbrauchskosten eher vorsichtiger sein.

Die günstigsten Modelle der Infrarotheizung fangen schon bei 40 Euro an und sind preislich nach oben hin offen. Bei der Besorgung ist natürlich die von der Quadratmeterzahl abhängigen Größe der Infrarotheizung von großem Ausmaß. Machen wir das Ganze an einem Beispiel fest. Bei einer durchschnittlich großen Wohnung mit 80 Quadratmetern, müssten mindestens 500 – Watt Heizkörper besorgt werden, da pro Quadratmeter Raum 60-100 Watt Heizleistung typisch sind. Somit würde der Anschaffungspreis zwischen 3000 und 5000 Euro liegen. Für die laufenden Heizkosten müsste man sich einzelne Wärmewellenheizungen genauer anschauen, was unter der verlinkten Webseite erfolgen kann.

Wo ist eine Infrarotheizung am besten anzubringen?

Die Antwort auf diese Frage beruht voll und ganz auf der Geometrie und Größe des Raumes.

Da die Leistung der Infrarotheizplatte bei zunehmender Entfernung zur Heizplatte, also der Quelle der Wärme, abnimmt, ist die Platzierung besonders wichtig. Zudem muss aufgepasst werden, dass die Heizplatten nicht durch Möbelstücke zugedeckt oder zugestellt werden.

Drei Arten der Anbringung sind folgende: Wenn die Infrarotheizung in Bodennähe angebracht wird, wird neben der Erwärmung eines großen Bereichs des Bodens auch zusätzlich die Fläche der Montagewand erwärmt, da die Rückseite der Heizplatte auch etwas angeheizt wird.

Eine andere Option wäre die Installation an die Wand. In den meisten Fällen kann man auch das Design eines Bildes auswählen. Hier entfällt der bei der ersten Variante erwähnte Zusatzeffekt, jedoch erhöht sich wegen der Abkühlung der Rückseite die Strömungsbewegung in dem Medium, sodass mehr Wärme erzeugt wird.

Durch die Anbringung der Infrarotheizplatte an der Decke kann Hitzestau entstehen, welcher zu einer automatischen Ausschaltung führen würde. Außerdem muss bei dieser Art der Installation darauf geachtet werden, dass nicht der Kopf direkt angestrahlt wird. Dies wäre nämlich nicht nur unangenehm, sondern auch ungesund.

Was sind also die Vor- und Nachteile einer Infrarotheizung?

Auf den bisher gegebenen Informationen beruhend, hier eine Tabelle als Zusammenfassung:

Vorteile Nachteile
lange Lebensdauer, keine Wartungskosten gute Dämmung des Gebäudes ist vorausgesetzt
niedrige Anschaffungskosten hohe Betriebskosten
leichte Installation für ein Altbau sehr teuer
verschiedene Arten der Anbringung
kein Schimmel

Was sind die Unterschiede zwischen einer konventionellen Heizung und einer Infrarotheizung?

Konventionelles Heizen bedeutet, dass die Raumluft sich durch Erwärmung ausdehnt und nach oben strömt, sodass der Raum warm temperiert werden kann.

Bei einer Infrarotheizung liegt eine Lufterwärmung in der Form nicht vor. Hier nehmen in erster Linie die Wände und der Boden die erzeugte Wärme auf, und danach alle anderen festen Gegenstände, zum Beispiel die angestrahlten Möbelstücke, und geben diese wieder ab. Also erreicht man durch breitflächige Strahlungserwärmung eine indirekte Erhitzung der Raumluft ohne Sauerstoff verbrauchen zu müssen.

Alles in allem, ist es von dem jeweiligen Zustand und den Rahmenbedingungen abhängig, ob eine Infrarotheizung rentabel ist oder nicht. Während sich Wärmewellenheizungen bei einigen kosteneffizient auswirken, kann es in einigen Fällen, wie bei Altbauten, die teurere Alternative sein.

Somit sind die Pros und Kontras gut abzuwägen, um die beste Entscheidung treffen zu können.

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Stand: 19.12.2018 um 07:09 Uhr, * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API